It’s all about BOOKS!

bookas

Draußen ist es kalt, man kuschelt sich zuhause gemütlich in eine Decke mit einem heißen Tee, Kaffee oder Kakao und macht es sich gemütlich. Winterzeit ist Lesezeit, könnte ich jetzt schreiben. Aber ehrlich gesagt ist für mich immer Lesezeit. Schon seit meiner Kindheit lese ich unglaublich gerne und bin immer am Wochenende, wenn unsere Bücherei offen hatte (ja ich komme aus einem Ort, in dem die Bücherei öfter geschlossen als offen war) ging ich mit meinen Eltern hin und borgte mir ein möglichst dickes Buch aus, damit ich möglichst viel von einem Buch hatte. Seither ist das ein oder andere Jahr vergangen und in dieser Zeit auch die ein oder andere „Leseflaute“ (soweit man eine solche als Germanistikstudentin haben kann) und dennoch würde ich nach all den Jahren Lesen noch immer als mein liebstes Hobby beschreiben (das hört sich jetzt vl. ein bisschen langweilig an). Jedenfalls hat sich eine ganze Liste von Büchern angesammelt, die man meiner Meinung nach UNBEDINGT lesen sollte. Peu à peu werde ich diese hier teilen und ich hoffe ihr findet ein paar Bücher die euch auch gefallen.

books2

 

Sylvia Plath: The Bell Jar

The Bell Jar is Sylvia Plath’s only novel. Renowned for its intensity and outstandingly vivid prose, it broke existing boundaries between fiction and reality and helped to make Plath an enduring feminist icon. It was published under a pseudonym a few weeks before the author’s suicide. ‚It is a fine novel, as bitter and remorseless as her last poems …The world in which the events of the novel take place is a world bounded by the Cold War on one side and the sexual war on the other …This novel is not political nor historical in any narrow sense, but in looking at the madness of the world and the world of madness it forces us to consider the great question posed by all truly realistic fiction: What is reality and how can it be confronted? …Esther Greenwood’s account of her year in the bell jar is as clear and readable as it is witty and disturbing.‘ New York Times Book Review

Auf Sylvia Plath wurde ich durch meine Schwester aufmerksam, die mir von ihrem Roman und ihren Kurzgeschichten vorgeschwärmt hat. Ich habe bisher nur den Roman gelesen – die Kurzgeschichtensammlung  steht bereits auf meiner Weihnachswunschliste – und kann diesen nur allen empfehlen.  Ich weiß gar nicht mehr wann ich das letzte Mal so gejammert habe, dass ich am Ende eines Romans angekommen bin. Ich musste danach tatsächlich ein/zwei Tage Lesepause einlegen, weil mich der Roman nicht mehr losgelassen hat und ich nichts neues anfangen konnte. Der Roman ist auch auf deutsch, Die Glasglocke, erhältlich. Das englische Original ist aber wirklich gut zu lesen und nicht schwert zu verstehen, weshalb ich dieses empfehlen würde. Übrigens wird Sylvia Plath auch in Gilmore Girls erwähnt, nur so, um euer unnützes Wissen etwas aufzubessern 😉

Ilse Aichinger: Die größere Hoffnung

»Wer ist fremder, ihr oder ich?«

Ilse Aichingers 1948 erstmals erschienener Roman über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit irritiert noch immer: In verfremdenden Bildern erzählt er von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der »Kinder mit den falschen Großeltern«. Diese Kinder, die nach den ›Nürnberger Gesetzen‹ als jüdisch oder – wie die Hauptfigur Ellen – als halbjüdisch gelten, leiden unter Isolation, Demütigung und Verhöhnung. Aber nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, die »größere Hoffnung«. Dazu gehört die Gewissheit, »daß irgendwann der Abschied endet und das Wiedersehen beginnt«, und dazu gehört auch, dass Liebe und Leiden eins werden: »Peitscht uns, tötet uns, trampelt uns nieder, einholen könnt ihr uns erst dort, wo ihr lieben oder geliebt werden wollt.« Diese Hoffnung haben die Opfer ihren Mördern voraus.

Ein Roman, den ich schon vor einigen Jahren gelsen habe und den ich anlässlich des Todes der Autorin Anfang November diesen Jahres wieder hervor gekramt habe. Es ist der einzige Roman der ganz zu recht vielfach ausgezeichnete Autorin. Der einzigartige Schreibstil Aichinger zieht einen förmlich in den Roman und lässt einen nicht mehr los. Die größere Hoffnung ist eines der großen Werke der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, das man sich keinenfalls entgehen lassen sollte.

Deborah Feldman: Unorthodox

Noch nie hat eine Autorin ihre Befreiung aus den Fesseln religiöser Extremisten so lebensnah, so ehrlich, so analytisch klug und dabei literarisch so anspruchsvoll erzählt. In der chassidischen Satmar Gemeinde in Williamsburg, New York, herrschen die strengsten Regeln einer ultraorthodoxen jüdischen Gruppe weltweit. Die Satmarer, wie sie sich seit ihrer Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg nennen, sehen im Holocaust eine von Gott verhängte Strafe. Um eine Wiederholung der Shoa zu vermeiden, führen sie ein abgeschirmtes Leben nach strengen Vorschriften. Sexualität ist ein Tabu, Ehen werden arrangiert, im Alltag wird Jiddisch gesprochen, Englisch gilt als verbotene, unreine Sprache. Nach Schätzungen zählt die Gemeinde heute 120.000 Mitglieder, denen sie ein Netz an Sicherheit gewährt ohne jegliche Freiheit. Deborah Feldman hat schon als Kind Anstoß an der strikten Unterwerfung unter die vom Gründungsrabbiner der Sekte aufgestellten Lebensgesetze genommen, an der Ausgrenzung, der ärmlichen Lebensweise und der Unterordnung der Frau.

Unorthodox ist ein autobiografischer Bericht über das Leben einer jungen Frau in einer chassidischen Gemeinde, ihren Kampf um Selbstbestimmung und ihre Emanzipation. Nach der Veröffentlichung 2012 war das Buch binnen kürzester Zeit auf der Bestsellerliste der New York Times und kurzzeitig sogar ausverkauft. Es ist ein Buch das man atemlos liest, das man nicht mehr aus der Hand legen kann, wohl auch weil es eine Paralellgesellschaft zeigt, die man ohne Vorwissen so nicht im heutigen New York vermuten würde und Einblick in eine Welt gibt, die man so nicht ohne weiteres bekommt.

 

Betty Smith: A tree grwos in Brooklyn

Francie Nolan, avid reader, penny-candy connoisseur, and adroit observer of human nature, has much to ponder in colorful, turn-of-the-century Brooklyn. She grows up with a sweet, tragic father, a severely realistic mother, and an aunt who gives her love too freely–to men, and to a brother who will always be the favored child. Francie learns early the meaning of hunger and the value of a penny. She is her father’s child–romantic and hungry for beauty. But she is her mother’s child, too–deeply practical and in constant need of truth. Like the Tree of Heaven that grows out of cement or through cellar gratings, resourceful Francie struggles against all odds to survive and thrive. Betty Smith’s poignant, honest novel created a big stir when it was first published over 50 years ago. Her frank writing about life’s squalor was alarming to some of the more genteel society, but the book’s humor and pathos ensured its place in the realm of classics–and in the hearts of readers, young and old.

Auf dieses Buch bin ich durch ein anderes gestoßen, nämlich durch das vorhergehende Buch Unorthodox, in dem es zitiert wird. Zum Glück, den ansonsten wäre es wohl ziemlich unwahrscheinlich, dass ich auf dieses Buch gestoßen wäre (Obwohl es auch in Gilmore Girls vorkommt – man kann nie genug Gilmore Girls Wissen gaben ;). A tree grwos in Brooklyn ist wohl als „coming of age“ oder auch Entwicklungsroman (ich finde einfach, das Wort hört sich so schrecklich langweilig an, dass man es für dieses Buch wirklichlich nicht verweden sollte, obwohl es eigentlich genau das ist – Spinnereien Ende ;)) zu bezeichnen. Jedenfalls erschien der Roman 1943, führte die amerikanischen Bestsellerlisten an und wurde mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Lesen!

Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen

Imre Kertész ist etwas Skandalöses gelungen: die Entmystifizierung von Auschwitz. Es gibt kein literarisches Werk, das in dieser Konsequenz, ohne zu deuten, ohne zu werten, der Perspektive eines staunenden Kindes treu geblieben ist. Wohl nie zuvor hat ein Autor seine Figur Schritt für Schritt bis an jene Grenze hinab begleitet, wo das nackte Leben zur hemmungslosen, glücksüchtigen, obszönen Angelegenheit wird.

Roman eine Schicksallosen beschreibt in autobiografischen Zügen aus der Perspektive des 15-jährigen György, die Deportation in die Konzemtrationslager Ausschwitz, Buchenwald und ein Aussenlager bei Zeitz sowie den Lageralltag. Dieser Roman, an dem der in diesem Jahr verstorbene Kertézs 13 Jahre lang gearbietet hatte zählt nicht umsonst zu den wichtigsten Werken des 20. Jahrhunderts. Die Art und Weise des Erzählens ist in der „Holocaustliteratur“ singulär. Es wird völig ohne Pathos erzählt, die Sichtweise vor allem zu Beginn des Romans ist als beinahe naiv zu beschreiben. Der Roman wurde 2015 von Lajos Koltai verfilmt. Kertész erhielt 2002 den Nobelpreis für Literatur.

books4

Advertisements

2 Gedanken zu “It’s all about BOOKS!

  1. Ich finde, lesen als liebstes Hobby klingt gar nicht langweilig!!! Ich lese auch schon immer und sehr gerne! Auch wenn es neben all den Unilehrbüchern momentan eher etwas kurz kommt. Die Empfehlungen kenne ich alle nicht, sie klingen aber interessant! Vielleicht findet ja eines auch den Weg zu mir, wenn ich um weihnachten mal etwas Zeit und Ruhe habe 😊 Liebe Grüße

    Gefällt mir

your comments make my day ♥

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s