Book Review: Deliciously Ella

Der letzte Beitrag zu einem Kochbuch ist jetzt ja schon einige Zeit her. Und genau so lange ist der Beitrag zu dem Buch von Ella Woodward geplant. Um ehrlich zu sein sogar schon ein bisschen länger, denn ich wollte damals ursprünglich schon dieses Buch vorstellen und Vegan kann jeder! ist mehr oder weniger inzwischen gekommen. Aber was lange währt, wird endlich gut, oder so (Ich kann mich nur immer wieder für meine Vorliebe für Sprichwörter und schlechte Wortspiele entschuldigen, aber ich kann es einfach nicht lassen). Ella Woodward und ihr Blog Deliciously Ella wird wohl den allermeisten ein Begriff sein, es ist ja ein regelrechter Hype um sie, ihren Blog und dieses Buch, dass sich unglaublich lange ganz oben auf den Bestsellerlisten hielt und teilweise noch dort zu finden ist, entstanden. Mittlerweile gibt es das Buch Deliciously Ella  in mehreren Sprachen u.a. auch auf Deutsch. Und ja, ich muss es zugeben, auch ich bin dem Hype verfallen. Ich glaube dieses Buch war das Einzige, dass ich je vorbestellt habe.  Und wahrscheinlich habe ich noch nie im Vorfeld über ein Buch, dass ich noch gar nicht besitze, so viel  geredet.  Aber Schluss mit meinem ganz persönlichen Wahnsinn, jetzt geht’s ans Eingemachte (siehe Entschuldigung oben)

deliciously ella

Buch: Deliciously Ella: Awesome Ingredients, Incredible Food That You and  Your Body Will Love
von: Ella Woodward
Sprache: Englisch (aber u.a. auch eine deutschsprachige Ausgabe erhältlich)
Seiten: 256
Einband: Hardcover
Rezepte: über 100
Mengenangaben: Gramm und Milliliter

Bevor es im Buch ans Eingemachte geht erzählt die Autorin in einem ersten kurzen Teil über ihre Ernährungsweise (vegan und glutenfrei) und v.a. wie sie zu dieser Ernährungsweise gekommen ist. Wie ebenfalls auf ihrem Blog nachzulesen ist, hat sie ihre Ernährung aufgrund ihrer Krankheit (PoTS) radikal umgestellt und hat es so geschafft sich wieder gut zu fühlen. Im nächsten etwas längeren Abschnitt gibt es dann Tips zu allem rund um das Thema Essen, Kochen und Ernährung und zwar  in Form von  kurzen Abschnitten über Lebensmitte und Lebensmittelgruppen. Danach beginnt der Rezeptteil, der etwas ungewöhnlich aufgteilt ist, nämlich nach dem Hauptbestandteil der Rezepte in die Kapitel Grains, Nuts and Seeds, Beans and Legumes, Fruit und Smoothies and Juices. Am Beginn jedes Rezepteils geht Ella Woodward nochmals genauer auf die unterschiedlichen Lebensmittelgruppen bzw. die dazugehörenden Lebensmittel ein. Dem  folgen jeweils die verschiedenen Rezepte. An den Rezeptteil angeschlossen ist ein Kapitel über die liebsten Informationsquellen, Shops, Restaurants der Autorin und die ihr am häufigsten gestellten Fragen. Man merkt jetzt glaube ich schon, dass dies kein reines Kochbuch ist, sondern dass man auch sehr viel Information um das Drumherum bekommt.

deliciously ellaDie Rezepte sind meiner Meinung nach wirklich sehr einfach zuzubereiten. Für einige braucht man Blender oder/und Küchenmaschine. Man kann aber durchaus auch ohne diese Geräte viel aus dem Buch nachkochen, muss sich aber schon bewusst sein, alles geht so nicht. Viele der Hauptgerichte sind  sehr budgetfreundlich, einige Rezepte, v.a. die Nachspeisen, sind das nicht, da hier oft Medjooldatteln, Kokosnussöl, viele Nüsse udgl. verwendet werden. Hält man sich aber an die Hauptgerichte wird das Kochen sicher keine teure Angelegenheit und auch die Zutaten würde ich nicht unbedingt als „exotisch“ bezeichnen. Die Portionsgrößen konnte ich nicht immer nachvollziehen, teilweise sind die Portionen meiner Meinung nach viel zu groß. Ganz selten würde ich sie mal als zu klein bezeichnen. Aber die meisten Gerichte lassen sich problemlos einfrieren, also alles halb so schlimm.

deliciously ella

Was mir an den Rezepten besonders gut gefallen hat ist, dass die meisten wirklich sehr sehr schnell und ohne viel Aufwand zuzubereiten sind. Außerdem sind auch einige Rezeptideen in diesem Buch, die ich so noch nie gesehen habe, aber so einfach sind, dass man sich wundert, dass davor noch niemand auf diese Idee gekommen ist. Manche Rezepte sind für meinen Geschmack etwas wenig gewürzt, aber da kann man ja selbst gut nachhelfen. Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin am Ende des Rezeptteils Menüvorschläge für verschiedene Anlässe gibt. Eine Freundin von mir hat ein solches einmal umgesetzt und alles war wirklich sehr gelungen.

deliciously ella

Die Gestaltung des Buches finde ich wirklich sehr liebevoll und auf mich wirkt es irgendwie nostalgisch und trotzdem modern. Und ja, auch „mädchenhaft“. Es gibt ziemlich viele Bilder, allerdings nicht zu jedem Rezept, was mich aber absolut nicht stört. Im Gegensatz dazu, dass das Buch einfach nicht von alleine aufgeklappt bleibt. Vielleicht geht es nur mir so, aber ich finde das wirklich nervig, wenn man ein Kochbuch nicht einfach auf der gewünschten Seite aufschlagen und so liegen lassen kann. Aber das ist wahrscheinlich wirklich Jammern auf sehr sehr hohem Niveau. Übrigens findet man in dem Buch auch die beliebtesten Rezepte von ihrem Blog, wie z.B. die Sweet Potato Brownies .  Das Verhältnis von alten und neuen Rezepten ist meiner Meinung nach sehr gut gelöst ist. Die wichtigsten bekannten Rezepte sind im Buch, die meisten Rezepte im Buch sind aber komplett neu. Wie das Verhältnis von App und Buch aussieht kann ich allerdings nicht sagen, da ich die App nicht habe. (Und das obwohl ich dem Delicously Ella Hype verfallen bin. Oh Schreck!)

deliciously ella

Besonders toll fand ich an dem Buch außerdem, dass die Autorin die vegane/glutenfreie Küche nie als einziges Nonplusultra beschreibt. Sie zeichnet schlichtweg ihren eigenen Weg nach und spricht Empfehlung aus

deliciously ella

Lieblingsrezepte: cacao and hazelnut spread, apple and honey loaf, apple and blackberry crumble, buckwheat and beet risotto
Yeah! Durch dieses Buch lernt man viele neue und alternative Zubereitungsarten kennen, die einfach sind und zudem schnell gehen. Zudem sind die Hauptgerichte wirklich budgetfreundlich. Neben den vielen Rezepten bekommt zusätzlich viel Information zu verschiedenen Lebensmitteln und Lebensmittelgruppen.
Hmmmm: Die Portionsgröße muss evtl etwas angepasst werden und beim Würzen muss man vielleicht manchmal etwas nach nachlegen. Außerdem bleibt das Buch fast nie von alleine offen (ja ich muss es auch hier nochmal schreiben)
Zu empfehlen für: Für alle die sich vegan und glutenfei ernähren wollen oder auf der Suche nach solchen Rezepten sind. Aber auch für alle die sich für alternative Zubereitungsarten interssieren oder auch nur allgemein für Ernährung interessieren. Kochtechnisch ist dieses Buch auf jeden Fall auch für Anfänger geeignet, weil die Zubereitung wirklich sehr einfach und ohne viel Aufwand ist.
Fazit: Ein alles in allem sehr gelungenes Kochbuch mit kleinen Macken, dass ich besonders gerne zur Hand nehme, wenn es schnell gehen muss, aber trotzdem gesund sein soll!
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5 Gedanken zu “Book Review: Deliciously Ella

  1. Hi, habe das Kochbuch auch, allerdings am E-Reader. Da löst sich das Aufgeschlagen-bleiben-Problem von selbst. Ich bin nicht so eine Kochbuch-Expertin, aber auch finde Ellas Werk super. Besonders aus dem Grund, weil sie – wie du auch schreibst – nicht dogmatisch ist.

    Gefällt 1 Person

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